Fragwürdiger Einsatz Googles im Einstellungsprozess des US-Justizministerium
Wie aus einem Bericht der Ethikabteilung des US-Justizministeriums hervorgeht, wurde Google so manchem Bewerber dort zum Verhängnis. Während der Ägide von Justizminister Alberto Gonzalez wurden Kandidaten auf ihre politischen und persönlichen Überzeugungen überprüft, unabhängig davon ob es sich um ein politisches Amt handelte oder nicht.
So wurden Kandidaten abgelehnt, die Verbindungen zur demokratischen Partei hatten oder bei denen homosexuelle Verbindungen vermutet wurden. Wer hingegen die richtige Einstellung in Bezug auf konservative Werte wie „god, guns & gays“ hatte, konnte eher mit einer Einstellung rechnen – unabhängig seiner Qualifikation.
In diesem Zusammenhang wurde auch eine spezielle Methode entwickelt, das Internet nach relevanten Informationen über die Kandidaten zu durchsuchen. Diese als „The Thorough Process of Investigation“ bezeichnete Methode stellte den Namen des Kandidaten mit Schlüsselbegriffen wie Homosexualität, Gott, Abtreibung, Waffen, Bush und Republikaner gegenüber. Treffer in diesen Kategorien sorgten für eine schnelle Ablehnung. Die Praxis führte zuweilen so weit, dass wenn kein politisch geeigneter Kandidat gefunden werden konnte, die Stelle einfach unbesetzt blieb.
Diese Praxis ist zwar nicht neu und wird auch bei verschiedenen Unternehmen verwendet, bietet aber in Zeiten sozialer Netzwerke immer mehr Zugriff auf persönliche Informationen.
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