Frankreichs UMTS ohne Deutsche Telekom: kein Geld?
Die Deutsche Telekom verzichtet auf eine UMTS-Lizenz in Frankreich. Dies hat am Dienstag der Firmenvorstand beschlossen. Nach sorgfältiger Analyse halte die Deutsche Telekom zum jetzigen Zeitpunkt einen Einstieg in den französischen UMTS-Mobilfunkmarkt im Interesse des Unternehmens und seiner Aktionäre für nicht vertretbar, gab das Unternehmen bekannt. Frankreich ist nach Italien und der Schweiz der dritte lukrative Markt, auf den die Deutsche Telekom verzichtet. Noch vor wenigen Monaten hatte die Telekom ihr Ziel erklärt, ein geamteuropäischer Anbieter zu werden. Wie dieses Vorhaben nach den Rückziehern in Frankreich, Italien und der Schweiz sowie dem Rückschlag in Spanien geschehen soll, bleibt vorerst unklar. Möglicherweise haben die Milliarden hohen Lizenz-Beträge in Deutschland zu einem vorzeitigen Ende des paneuropäischen Traumes geführt. Frankreich verzichtet auf eine Auktion der UMTS-Lizenzen. Bis zum 31. Januar 2001 haben die Anwärter auf eine französische Lizenz Zeit, ihre Unterlagen einzureichen. Bis Mitte Jahr sollen die etwa 8 Milliarden Franken teuren Lizenzen vergeben sein.
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