Media Markt wird chinesisch - doch Österreich bremst Deal
Die Übernahme von Media Markt Saturn durch JD.com ist in trockenen Tüchern: Der chinesische Konzern sichert sich die Mehrheit am Mutterkonzern Ceconomy. Während der Deal in der Schweiz ohne erkennbare Hürden voranschreitet, bremst Österreich den Vollzug.
Die Übernahme von Media Markt Saturn durch den chinesischen Onlinehändler JD.com ist beschlossene Sache. Wie "SRF" berichtet, hat sich JD.com die Mehrheit am Mutterkonzern Ceconomy gesichert. Damit würden auch die Media-Markt-Filialen in der Schweiz künftig zum chinesischen Konzern gehören.
Laut "SRF" handelt es sich um einen bereits länger geplanten Deal, der nun umgesetzt werde. JD.com erhält damit Zugriff auf ein Elektronikhandelsnetz aus rund 1000 Filialen in Europa sowie einen bereits etablierten Onlineshop. Ceconomy wiederum verspreche sich durch die Übernahme vor allem ein Wachstum im Onlinehandel.
Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass die Transaktion nicht in allen Ländern reibungslos verläuft. Wie Ceconomy in einer Mitteilung erklärt, sei die investitionskontrollrechtliche Freigabe in Österreich weiterhin ungewiss. Man befinde sich in "schwierigen Gesprächen" mit den Behörden, und es sei offen, ob und wann eine Genehmigung erteilt werde.
Ob die Übernahme somit wie geplant im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden kann, ist laut Unternehmen derzeit unklar. Ceconomy und JD.com arbeiteten zwar weiter daran, eine Lösung mit den österreichischen Behörden zu finden, damit auch das Geschäft in Österreich Teil der Transaktion bleibt. Es deutet sich jedoch an, dass der Deal im Zweifel auch ohne Österreich vollzogen werden könnte.
In anderen wichtigen Märkten hingegen sei der Prozess weit fortgeschritten oder bereits abgeschlossen. So hätten etwa Frankreich und Italien grünes Licht gegeben, weitere Genehmigungen würden erwartet. Für die Schweiz gibt es derweil keine Hinweise auf regulatorische Probleme. Das Land wird in den offiziellen Mitteilungen nicht als kritischer Markt genannt. Das deutet darauf hin, dass die Übernahme hierzulande ohne grössere Hürden umgesetzt werden dürfte - anders als in Österreich, wo politische und regulatorische Bedenken den Deal derzeit bremsen.
Der derzeitige Ceconomy-CEO Kai-Ulrich Deissner tritt im Laufe des Jahres 2026 zurück, wie Sie hier lesen können. Media Markt Schweiz und Österreich hingegen erhält einen neuen Geschäftsführer, der schon früher einmal die Schweiz-Geschäfte des Unternehmens verantwortete.
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