Glasfasernetze: ComCom-Präsident Marc Furrer schaltet sich ein
Im Wettstreit um den Bau von Glasfasernetzen zwischen Swisscom und dem Verband Openaxs hat sich nun der Präsident der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom), Marc Furrer, eingeschaltet: Er will die beteiligten Unternehmen im November an einen Runden Tisch bringen, um ein gemeinsames Vorgehen beim Bau von Glasfasernetzen zu erreichen. Laut Furrer sei es ein „volkswirtschaftlicher Unsinn“, wenn sich die Betreiber von Glasfasernetzen nicht absprechen würden. Vielmehr soll eine Lösung gefunden werden, die für alle Investoren attraktiv ist und Doppelspurigkeiten vermeidet, wie der ComCom-Präsident gegenüber dem Wirtschaftsmagazin ECO des Schweizer Fernsehens sagte. Falls aber keine Einigung zustande kommen sollte, droht Marc Furrer mit einer Gesetzesänderung, um den Bau und Unterhalt von Glasfasernetzen besser zu koordinieren. „Wenn jeder Anbieter nur seine Interessen verfolgt, dann ist die Ultima Ratio, dass wir dem Bundesrat und Parlament vorschlagen würden, die Gesetze anzupassen“, so Marc Furrer. Bereits Anfang Juni hatte die ComCom zu einem Round-Table-Gespräch eingeladen. Damals legten alle ihre Netzbaupläne offen, ohne sich aber auf ein gemeinsames Vorgehen zu einigen. Neben Openaxs hat nun kürzlich auch die Swisscom angekündigt, die Glasfasernetze weiter auszubauen, wobei Redundanz nicht auszuschliessen ist. Das macht aber laut Furrer keinen Sinn, „vor allem im einzelnen Haus nicht, wo es nur einen Netzanschluss braucht.“
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