Googles iPhone-Konkurrenz entpuppt sich als Betriebssystem
Seit dem iPhone-Release gab es Gerüchte, wonach Google ein Handy auf Linux-Basis veröffentlichen wolle. Die New York Times schreibt nun unter Berufung auf "mit dem Projekt vertrauter Leute", dass es sich bei dem GPhone um kein Handy, sondern ein werbefinanziertes Betriebssystem handeln solle.
Die Tageszeitung berichtet, dass Google zwar keine Mobiltelefone produzieren werden, aber schon über 2 Jahren an einem Konkurrenzprodukt zu Symbian OS und Windows Mobile arbeite. Dieses soll Googles Position im Online-Werbegeschäft auf den wachsenden Handy-Markt ausweiten. Die Plattform wird für die Übermittlung von Werbung optimiert und soll ohne die Zahlung von Lizenz-Gebühren nutzbar sein.
Interessant dabei ist, dass die Lösung auf Linux basiert: Auch das vom taiwanesischen IT-Hersteller FIC getragene OpenMoko-Projekt und die Qtopia-Plattform der norwegischen Softwareschmiede Trolltech setzen auf das offene Betriebssystem. Motorola bietet mit dem A760 schon heute ein Linux-Smartphone an und will künftig 60 Prozent seiner Handies damit ausliefern. Auch NEC, Panasonic, Samsung und Vodafone fördern im Rahmen der LiMo-Foundation ein offenes Linux-System für mobile Anwendungen. Im April kündigte auch der PDA-Hersteller Palm an, sein bisheriges Betriebssystem Garnet durch Linux abzulösen.
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