Gerüchte um das Higgs-Teilchen

Gottesteilchen: Durchbruch am Cern?

Uhr | Aktualisiert

Die europäische Organisation für Kernforschung Cern (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) sucht seit Jahren nach dem mysteriösen Elementarteilchen Higgs-Boson. Nun behauptet ein Mathematiker der Columbia University, es sei so gut wie nachgewiesen worden.

Simulation des hypothetischen Zerfalls eines Higgs-Teilchens. (Quelle: Cern / Wikipedia)
Simulation des hypothetischen Zerfalls eines Higgs-Teilchens. (Quelle: Cern / Wikipedia)

"Ich war gerade acht Tage im Grand Canyon. Es war spektakulär. Doch verlässliche Gerüchte konnten nicht warten, und sie deuten darauf hin, dass Experimente das Gleiche hervorbringen wie letztes Jahr: Starke Hinweise auf ein Higgs im Massebereich von 125 Gigaelektronenvolt. Hauptsächlich wurde der Gamma-Gamma-Ring untersucht, in dem ein Signal mit 4 Sigma entdeckt wurde. Mehr später, wenn ich zurück in der Zivilisation bin."

Mit diesem Blogeintrag per iPhone hat Peter Woit, Mathematiker an der Columbia University, am Wochenende die Wissenschaftswelt aufgerüttelt. Die kryptischen Worte deuten auf die Entdeckung des Higgs-Teilchen am Cern hin. Sprich: Das einzige Teilchen im Standardmodell der Elementarteilchenphysik, das bisher nicht experimentell gefunden wurde, soll von den Wissenschaftlern in Genf nachgewiesen worden sein.

Die Information habe er von Forschern, die an den Experimenten mit dem Large Hadron Collider in Genf beteiligt seien. Der ringförmige Teilchenbeschleuniger wurde vom Cern vor rund 45 Monaten in Betrieb genommen und soll helfen, das mysteriöse Higgs-Teilchen nachzuweisen.

Bereits im Dezember 2011 hatte das Cern über Hinweise auf die Existenz des Higgs-Teilchen berichtet. Die tiefe statistische Signifikanz (3 Sigma) liess aber an den Messeergebnissen zweifeln. Nun soll der Wert bereits bei 4 Sigma liegen. Ab 5 Sigma würde das Higgs-Teilchen mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,9999 Prozent als nachgewiesen gelten.

Das Cern hat sich zu den Gerüchten nicht geäussert. Anfang Juli sollen die Forscher an der 36. "International Conference on High Energy Physics" in Melbourne aber neue Ergebnisse präsentieren, so Spiegel.de.

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