Green.ch unterzeichnet als erster Swisscom-Kunde ULL-Vertrag
Green.ch hat drei Tage nach dem Inkrafttreten des neuen Fernmeldegesetzes und damit nach der offiziellen Liberalisierung der Letzten Meile als erster ISP einen ULL-Vertrag (Unbundling Local Loop) mit Swisscom unterzeichnet. Dabei wird Green.ch von Swisscom lediglich die Option VTA (Verrechnung des Teilnehmeranschlusses) nutzen, die es dem KMU-ISP erlaubt, seinen Kunden in Zukunft für sämtliche Dienstleistungen, inklusive Festnetztelefonie, nur noch eine Rechnung zu stellen. Green.ch-CEO Guido Honegger dazu: "Durch diese einheitliche Rechnungsstellung (Carrier Pre-Seletion, xDSL-Internetzugang, Hosting, Business eMail etc.) werden Green.ch-Kunden gleich doppelt profitieren. Einerseits werden sie von Green.ch eine günstigere Gesamtlösung beziehen und andererseits nur noch eine Rechung für alle Dienstleistungen von einem Anbieter erhalten können."
Green.ch wird aber keine entbündelten Telefonanschlüsse nutzen, die von Swisscom für 31 Franken angeboten werden.
Die ULL-Bedingungen, die Swisscom stellte, sind in der Branche umstritten: Zum einen wurden die 31 Franken, die Swisscom für einen entbündelten Teilnehmeranschluss verlangt, von der Konkurrenz als viel zu hoch eingestuft. Zum anderen stiess es den ISPs sauer auf, dass Swisscom den regulierten Bitstream Access nicht anbietet, weil man im Bereich Breitbandinternet nicht marktbeherrschend sei. Von Swisscom wird Full Access, Facility Sharing und Rebilling angeboten.
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