Handy-Boom in den Entwicklungsländern
Die Benutzer mobiler Telekommunikation werden auf der ganzen Welt mehr. Am meisten jedoch in den Entwicklungsländern. Der Grund dafür ist allerdings nicht wie in den Industrienationen die Befriedigung des Bedürfnisses nach mobiler Kommunikation sondern einfach nach einem Telefon. In vielen Ländern mangelt es an funktionierenden Festnetzen. In Haiti zum Beispiel ist die Gemeinschaft der Handy-Benutzer im letzten Jahr um 150 Prozent angewachsen, während immer noch weniger als ein Prozent der Bevölkerung über einen Festnetzanschluss verfügt. In mehreren südamerikanischen Ländern haben die Handy-User die Festnetzler bereits mengenmässig abgehängt. Die absoluten Zahlen sind in den Industrienationen natürlich deutlich höher aber die Wachstumszahlen nehmen auch auf dem afrikanischen Kontinent erstaunlich aus. Die dortige Handy-Gemeinschaft ist dieses Jahr um 116 Prozent gewachsen und damit deutlich mehr als in Europa (70 Prozent) oder den USA (24 Prozent). Spitzenreiter ist Mozambique mit einer Wachstumsquote von 900 Prozent.
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