Hispalinux wirft Microsoft Wettbewerbsbehinderung vor
Die spanische Vereinigung Hispalinux hat Microsoft wegen Wettbewerbsbehinderung verklagt. Grund ist die Technik UEFI Secure Boot, die die Installation von alternativen Betriebssytemen erschwert.
Hispalinux, eine spanische Vereinigung von Linux- und Open-Source-Anwendern, hat bei der Europäischen Kommission eine Klage gegen Microsoft eingereicht, berichtet Reuters. Gegenstand der Klage sei die Technik UEFI Secure Boot, die Microsoft für Windows-8-Rechner vorschreibt.
Ist UEFI Secure Boot aktiviert, starten PCs standardmässig nur Betriebssysteme, deren Bootloader von Microsoft signiert ist. Der Präsident von Hispalinux, José Mario Lancho, bezeichnet dies laut Reuters als wettbewerbsfeindlich.
Bei UEFI Secure Boot handle es sich um einen offenen Industriestandard, der die Computersicherheit erhöhen soll, sagt Microsoft-Sprecher Robin Koch zu Reuters. Ein rechtliches Problem sieht er nicht.
Laut einem Bericht des EU-Wettbewerbskommissars Joaquin Alumnia, den Reuters zitiert, gibt es derzeit noch keine Beweise, dass die Wettbewerbsregeln der EU verletzt worden sind.
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