HP kauft EDS: Analysten warnen vor Integration

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von fgr@netzwoche.ch
HP gab gestern offiziell bekannt, EDS für 13,9 Milliarden US-Dollar zu kaufen. HP wird dabei 25 US-Dollar je Aktie plus Übernahme von Schulden bezahlen. Das Management der beiden Unternehmen hat dem Deal zugestimmt, nun müssen es auch noch die Aktionäre. Sollte die Übernahme zustande kommen, die in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen sein soll, will HP EDS als eigenen Geschäftsbereich mit dem Namen „EDS – an HP Company“ integrieren. Der bisherige Hauptsitz von EDS in Texas soll bestehen bleiben, auch soll der bisherige EDS-CEO Ronald Rittmeyer das Unternehmen weiter leiten, aber an HP-CEO Mark Hurd berichten. Der Umsatz von HP im Bereich der IT-Dienstleistungen wird sich mit der Integration von EDS mehr als verdoppeln: EDS erzielte 2007 einen Umsatz von 22,1 Milliarden US-Dollar, der von HPs Dienstleistungsgeschäft betrug 16,6 Milliarden US-Dollar. Die gemeinsamen Umsätze von 39 Milliarden US-Dollar sind zwar noch immer geringer als die von IBM Global Services (54 Milliarden US-Dollar), doch es wird damit eine klare Nummer zwei im Markt geben. Die Zahl der Beschäftigten im Servicegeschäft der beiden Unternehmen liegt zusammen bei 210'000. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass es im Zuge der Integration zu einem Stellenabbau kommen wird. Analysten bewerten das Zusammengehen als durchaus sinnvoll. Das Beratungsunternehmen Ovum warnt allerdings davor, dass HP die Integration schnell durchziehen muss um zu verhindern, dass zu viele fähige Mitarbeiter EDS verlassen. Auch IDC sieht reelle Synergien in diesem Deal, die allerdings eher dazu dienen werden, die Kosten zu senken als die Umsätze auszubauen, da beide Unternehmen in zu ähnlichen Bereichen und Märkten tätig sind. Auch IDC warnt, dass die Integration der beiden Unternehmen heikel sein wird. Die Aktionäre von HP sind skeptisch und die Aktie geriet nach der Ankündigung unter Druck. Sie haben wohl noch die Anfangsschwierigkeiten in Erinnerung, die HP hatte, als das Unternehmen 2002 Compaq für 19 Milliarden US-Dollar kaufte. Die Aktien von EDS stiegen dagegen deutlich.