IBM setzt auf das mobile Unternehmen

Uhr | Aktualisiert
von George Sarpong

IBM baut sich mit der Verwaltung von mobilen Geräten einen neuen Geschäftsbereich mit einem breiten Sortiment an Produkten und Dienstleistungen auf. Auch für Partner ergeben sich so neue Möglichkeiten.

Geschäftsführerin Virginia Rometty will mit IBM eine gewichtige Rolle im Geschäft mit mobilem Arbeiten spielen. (Quelle: IBM)
Geschäftsführerin Virginia Rometty will mit IBM eine gewichtige Rolle im Geschäft mit mobilem Arbeiten spielen. (Quelle: IBM)

10 Übernahmen in den vergangenen vier Jahren, 270 Patente und ein Team mit mehreren tausend Mitarbeitern: IBM will am Markt für Mobiltechnik mitmischen - und zwar ganz vorne. Das Unternehmen enthüllte heute sein Sortiment für mobile Geräte und Anwendungen. Von der App-Entwicklung über das Gerätemanagement bis hin zu Sicherheitslösungen will IBM Unternehmenskunden künftig alles aus einer Hand anbieten.

Das "Mobile First" genannte Paket in der Übersicht

Mobil-Anwendungen: Mobile First Plattform: Über die Plattform bietet IBM Updates seiner Programme an. Auch eine Beta-Version der Test-Umgebung für Apps "Workbench" wird hier angeboten.

Mobile First Security: IBMs Mobile First Security bietet verschiedene Sicherheitsfunktionen wie mobile Zugangskontrolle und Verwundbarkeitstests von Apps. Auch iOS-Apps können getestet werden. Hierzu bietet IBM die jüngste Version seines Programms Appscan.

Mobile First Management: Die Endpoint-Verwaltungssoftware erhielt ein Update und unterstützt Bring-your-own-Device-Kozepte von Unternehmen. Darüber hinaus wurden die Sicherheitsstandards erhöht, um den Bedürfnissen von Regierungen und streng kontrollierten Umgebungen entgegenzukommen.

Mobile First Analytics: IBM erweiterte seine Anwendung Tealeaf CX Mobile. Unternehmen sollen so mehr über das Verhalten von Mobilanwendern erfahren.

Neue Mobile Services für Clients

IBM ergänzt sein Produktangebot mit Services. Diese sollen Kunden helfen Mobile-Strategien zu entwicklen und umzusetzen.

Mobile First Strategie- und Design-Dienste: Kunden können mit Hilfe von IBM planen, wie sie ihr Unternehmen in die Welt des mobilen Arbeitens einführen. Mit dem hierfür entwickelten Tool Mobile-Maturity-Modell können Unternehmen untersuchen, ob und wie sie sich zu einem “mobilen Unternehmen“ entwickeln.

Mobile First Entwicklungs- und Integrationsdienste: IBM bietet Services an, mit deren Hilfe Kunden ihre mobile Infrastruktur in Betrieb nehmen und verwalten können. Der Dienst “Enhanced Network Infrastructure Services for Mobile“ bietet Strategien, Verbesserungen, Integration und Verwaltung von IT-Netzwerken. Der Service Mobile Enterprise for Managed Mobility soll Anwendern helfen, ihre ihre Smartphones und Tablets zu verwalten und abzusichern.

Der dritte Dienst "Mobile Application Platform Management" erlaubt es, mobile Umgebungen schnell aufzusetzen, um Apps schneller und einfacher entwickeln zu können, verspricht IBM.

Möglichkeiten für Partner und Programmierer

IBM setzt auf Partner wie Independent Software Vendors (ISV). Diese sollen helfen, die Mobile-Produkte zu vermarkten. Ihnen bietet IBM das Programm "Ready for IBM Mobile First". ISVs können IBMs Mobil-Produkte in ihre Lösungen integrieren. Zusätzlich gibt es "Software Value Plus now". Das Programm umfasst Zertifizierungen, Lehrgänge und Incentives für Fachhändler und Systemintegratoren.

Um den Mobilmarkt weiter zu fördern, investiert IBM in Entwickler. So bietet der Hersteller dem akademischen Nachwuchs Fördergelder. Zusätzlich können Lehreinrichtungen IBMs Worklight gratis nutzen. Das soll ihnen helfen, mobile Umgebungen zu entwickeln.

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