Illegale Downloads: Kampf gegen Windmühlen

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Die Kampagne der grossen Musikfirmen gegen die Musikpiraterie im Internet zeigt wenig Wirkung. Gemäss einem Bericht des Guardian belaufen sich die Einnahmen durch legal verkaufte MP3-Downloads im letzten Jahr nur auf rund 1 Million US-Dollar. Diese Zahl steht in krassem Gegensatz zu den rund 4 Milliarden Dollar, welche die Musikindustrie in den Internet-Unterhaltungssektor investiert hat, um vom erwarteten digitalen Boom in der Branche zu profitieren. Bis zu 2,7 Millionen User seien zeitweise gleichzeitig im Internet unterwegs, um Musikfiles untereinander auszutauschen. Letztes Jahr wurden gemäss einer Studie von OC&C Strategy Consultants auf kostenlosen Tauschbörsen wie Music City oder FastTrack mehr als 8 Milliarden Tracks getradet. Die US-Musikindustrie befürchtet, dass im letzten Jahr durch die Musikpiraterie im Internet ein Verlust von 5 Prozent auf den CD-Verkäufen eingefahren wurde. Die Prognosen für das laufende Jahr sind noch düsterer. Somit steht fest, dass die Kampagne gegen die Musiktauschbörse Napster, deren Schliessung durchgesetzt werden konnte, wenig Wirkung gezeigt hat. Die File-Swopper sind einfach auf andere Dienste wie Gnutella, Morpheus, Aimster und wie sie alle heissen, umgestiegen. Legale Musikbörsen wie Pressplay and MusicNet hingegen, die MP3s gegen Entgelt anbieten, haben gefloppt. http://media.guardian.co.uk/newmedia/story/0,7496,646960,00.html