Investitionen in Schweizer IT-Start-ups legen stark zu
Nach zwei Jahren des Rückgangs hat das Ökosystem der Schweizer IT-Start-ups im Jahr 2025 einen deutlichen Aufschwung erlebt. Laut dem Swiss Venture Capital Report stiegen die Investitionen dank grosser Finanzierungsrunden um fast 150 Prozent, während sich der Fintech-Sektor etwas moderater erholte.
Das Schweizer Start-up-Ökosystem hat das Jahr 2025 mit einem Aufschwung abgeschlossen. Somit fand die seit 2023 andauernde Finanzierungskrise ein Ende. Laut der aktuellen Ausgabe des Swiss Venture Capital Report stiegen die Investitionen um 23,9 Prozent auf insgesamt 2,95 Milliarden Franken. Treiber dieser Dynamik seien ein wiederbelebter ICT-Sektor und ein "historischer Rekord" im Bereich Biotechnologie.
Während die Anzahl der Finanzierungsrunden mit 354 im Jahr 2025 gegenüber 357 im Jahr 2024 nahezu stabil blieb, stieg das investierte Gesamtvolumen jedoch deutlich an und übertraf die 2,4 Milliarden Franken des Vorjahres.
Der ICT-Sektor - mit Software und Internetdienstleistungen ohne Fintech - erwies sich als Hauptprofiteur dieser Erholung. Die investierten Mittel beliefen sich hier auf 773,6 Millionen Franken, verglichen mit 315,9 Millionen Franken im Vorjahr, was einem Anstieg von fast 150 Prozent entspricht. Laut Bericht erreicht der Sektor somit wieder ein Volumen, das mit dem Jahr 2019 vergleichbar ist, nachdem 2024 besonders schwach ausgefallen war.
Auch die Anzahl der Transaktionen im ICT-Bereich stieg auf 118 Finanzierungsrunden, was einem Plus von 22,9 Prozent entspricht. Der Anstieg ist laut Bericht jedoch hauptsächlich auf höhere Investitionsbeträge pro Runde zurückzuführen. Finanzierungen in späteren Phasen haben sich demnach mehr als vervierfacht - von 102 Millionen auf 433 Millionen Franken.
Stagnation im Fintech-Bereich
Deutlich verhaltener fiel die Entwicklung im Fintech-Sektor aus. Die Investitionen stiegen zwar um 14,9 Prozent auf 236,4 Millionen Franken, gleichzeitig schrumpfte jedoch die Zahl der Finanzierungsrunden: 30 Transaktionen gegenüber 41 im Jahr 2024. Eine Ausnahme bildete dabei die Sygnum-Bank, die dem Bericht zufolge den Status eines "Unicorns" erreichte, nachdem sie die Schwelle von einer Milliarde US-Dollar Unternehmensbewertung überschritten hatte.
Insgesamt machten die Sektoren ICT und Fintech im Jahr 2025 zusammen 34,2 Prozent des in der Schweiz investierten Risikokapitals aus.
Zürich und die Romandie treiben den technologischen Aufschwung
Geografisch gesehen, konzentriert sich der grösste Teil der hiesigen Technologieinvestitionen im Jahr 2025 auf den Kanton Zürich. Mit insgesamt 1,192 Milliarden Franken an Investitionen über alle Kategorien hinweg entspricht dies einem Anstieg von 89,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zürich zog 55,7 Prozent der ICT-Investitionen sowie nahezu zwei Drittel der Fintech-Finanzierungen an.
In der Westschweiz blieb der Kanton Waadt mit 578,9 Millionen Franken im Jahr 2025 der wichtigste Empfänger von Deeptech-Investitionen. Der Kanton Genf verzeichnete seinerseits 25 Finanzierungsrunden im Jahresverlauf - laut Bericht ein bislang unerreichtes Niveau.
Ausserhalb der beiden Hauptstandorte erreichte auch Basel-Stadt ein hohes Investitionsvolumen von insgesamt 572,3 Millionen Franken, hauptsächlich getragen von der Biotechnologie.
Auch der Exit-Markt spiegelt diese Belebung wider. Im Jahr 2025 überschritten neun industrielle Unternehmensverkäufe die Schwelle von 100 Millionen Franken, was einen Rekord darstellt. Zu den bedeutendsten Transaktionen zählt der Einstieg von Vista Equity Partners als Mehrheitsinvestor bei Nexthink, wobei das Unternehmen mit rund 3 Milliarden Dollar bewertet wurde.
Im Jahr 2025 haben sich in der Schweiz rund 55'000 neue Unternehmen im Handelsregister eintragen lassen. Angetrieben wird diese Rekordzahl unter anderem von der wachsenden Nutzung von KI. Hier können Sie mehr dazu lesen.
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