Infostar ersetzt Zivilstandsregister auf Papier

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Die Kantone und Zivilstandsämter werden ab sofort schrittweise an das Informatisierte Standesregister Infostar angeschlossen. Ab Mitte 2004 wird die in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen entwickelte zentrale Datenbank im Vollbetrieb stehen. Heute führen die rund 1750 schweizerischen Zivilstandsämter mit herkömmlichen Mitteln am Ereignisort vier Einzelregister über Geburt, Ehe, Tod und Kindesanerkennungen. Daneben führen sie am Heimatort das Familienregister, worin sie die Zivilstandsereignisse sammeln und Änderungen im Bürgerrecht eintragen. Die heutigen Register auf Papier werden nun durch die zentrale Datenbank Infostar abgelöst. Diese wird vom Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) für die Kantone betrieben. Die Daten werden neu elektronisch, aber weiterhin ausschliesslich durch die Zivilstandsbehörden eingegeben. Neben diesen sollen auch andere Behörden Zugriff auf die Datenbank haben, unter anderem Ausweise ausstellende Behörden, aber auch Bundesstellen, die für die Führung des automatisierten Fahndungssystems (Ripol) und des automatisierten Strafregisters (Vostra) sowie für Nachforschungen nach vermissten Personen zuständig sind. Der Anschluss dieser Stellen erfolgt erst nach der vollständigen Einführung auf den 1. Juli 2004.