Internetfilter sammeln auch Daten
Eigentlich sind Internetfilter dafür bestimmt, den Zugang zu bestimmten Websites zu blockieren. Sie sollen vor allem Kinder vor den finsteren Inhalten des Netzes schützen. Doch wo gefiltert wird, entstehen auch Informationen, selbst wenn es beim ersten Anschein so aussehen mag, als würde der Zugang zu Informationen abgeschnitten. Und diese Informationen wiederum sind Handelsgut. So ist es in den USA geschehen, dass der grössere Filter-Anbieter N2H2 die gesammelten Daten von Kindern und Jugendlichen an dritte verscherbelte, obwohl das Datensammeln bei unter 13-Jährigen in den USA ohne Zustimmung der Eltern verboten ist. Unter anderem war mysteriöserweise auch das US-Verteidigungsministerium interessiert an den Surfgewohnheiten der Kleinen und Kleinsten der Netcommunity. Bürgerrechtsorganisationen diskutieren jetzt, ob Filter wirklich das geeignete Schutzwerkzeug sind, und ob es nicht sinnvoller wäre, die Kids durch Aufklärung und Vermittlung von Internetkompetenz zu kritischen Konsumenten zu erziehen.
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