Japan will Supercomputer Blue Gene/L überflügeln
Die japanische Regierung unterstützt den Bau und die Forschung eines neuen Supercomputers mit einer Rechenleistung von bis zu 10 Petaflops, berichtete die Tageszeitung 'Japan Times'. 10 Petaflops entsprechen der Möglichkeit, 10 Billiarden Fliesskomma-Operationen pro Sekunde zu berechnen. Der derzeit leistungsfähigste Supercomputer der Welt, IBMs Blue Gene/L, arbeitet mit derzeit 136,8 Teraflops und soll auf 360 Teraflops ausgebaut werden. Bis 2010 werden voraussichtlich bis zu 1 Milliarde US-Dollar in das japanische Projekt fliessen, heisst es in der Meldung. Genutzt werden soll der Supercomputer nach seiner Fertigstellung vor allem für Simulationen, etwa zur Berechnung der Wirkung neuer Medikamente auf den menschlichen Organismus oder zur Berechnung der Wetterentwicklung. Astrophysiker versprechen sich ausreichend Kapazitäten, um auch noch die Entstehung von Galaxien simulieren zu können. Bis vor zweieinhalb Jahren war Japan bereits einmal führend in der Supercomputer-Entwicklung. Der Earth Simulator erreichte damals 35,9 Teraflops, wurde in Bezug auf seine rechenleistung inzwischen jedoch auf Platz 4 verdrängt.
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