Japaner doch noch Fussball-Weltmeister

Uhr | Aktualisiert
Das japanische Team Eigen (Enthusiastic Intelligent Global Engineering) hat die Weltmeisterschaft der Roboter-Fussballer in Fukuoka (J) gewonnen. Wenn Japan schon an der grossen FIFA-Messe bereits im Achtelfinal gescheitert ist, so hat sie sich nun wenigstens an der virtuellen WM in der Königsklasse durchsetzen können. Das Team Eigen schlug seine Landsmänner vom WinKit-Team mit 3:2. Im Viertelfinal eliminierte Eigen eine deutsch-italienisch-japanische Auswahl mit 6:3. Anders als Frankreich war der bisher amtierende Titelhalter des Robocup, CS-Freiburg, erst gar nicht zur Verteidigung des Titels angetreten. Die Roboter der Middle Size League mussten eine Reihe von Regeländerungen bewältigen: Zum ersten Mal spielten die Kickmaschinen beispielsweise in diesem Jahr ohne Bande. Über die Schiedsrichterleistungen ist nichts bekannt. Der Robocup wird für verschiedene Teamgrössen veranstaltet. In der Middle Size League beispielsweise sind die Roboter maximal 80 cm gross. Die Mannschaften bestehen aus drei Feldspielern und einem Torwart, der meist etwas anders konstruiert ist. Sie treten auf einem 5 x 9 Meter grossen Spielfeld gegeneinander an. Die Roboter sind zur Orientierung allein auf ihre Sensoren angewiesen und handeln völlig autonom. Untereinander kommunizieren die Roboter über Funk. Während des Spiels ist menschliche Einflussnahme nicht gestattet.