Kämpft Microsoft für Privatsphäre?
Der Streit um das Kopieren digitaler Medien geht in eine neue, skurile Runde; Der Redmonder Riese Microsoft macht sich für die Privatsphäre der Nutzer stark. Ende März hatte der US-Senator Fritz Hollings einen Gesteztesentwurf, den sogenannten Consumer Broadband and Digital Television Promotion Act (CBDTPA) vorgebracht. Ginge es nach diesem Gesetz, hätte die Unterhaltungsindustrie künftig viel stärker mitzureden bei der Entwicklung elektronischer Geräte sowie deren Software. CDs und DVDs sollen künftig mit digitalem Wasserzeichen verkauft werden, und nur jene Geräte sollen zugelassen werden, die sich an diese Wasserzeichen halten und entsprechenden Kopierschutz gewährleisten. Nun hat sich Microsoft in die Diskussion eingemischt und scheint sich für die Privatsphäre der User stark zu machen. Gemäss Microsoft werden sich Anti-Piraterie-Massnahmen, welche die Technologie einschränken oder die Benutzer belasten, als Eigentor erweisen. Möglicherweise handle es sich bei der Verwendung digitaler Wasserzeichen sogar um eine Verletzung der Benutzer-Privatsphäre, moniert Redmond. Die ungewohnten Töne von Microsoft sind allerdings in erster Linie als Verteidugungsschlag gegen Hollywood zu verstehen, welches Microsoft als Hersteller von Software, welche auch zum Verwalten kopierter Audio- und Videodateien genutzt werde, mitschuldig am systematischen Bruch des Urheberrechts macht.
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