Kann Tamedia homegate doch nicht übernehmen?
Die Wettbewerbskommission (Weko) hat entschieden, die Übernahme von homegate durch Tamedia und Edipresse einer vertieften Prüfung zu unterziehen. Tamedia und Edipresse hatten im September angekündigt, die Immobilienplattform der Zürcher Kantonalbank (ZKB) abzukaufen. Eine erste Prüfung durch die Weko ergab, dass der geplante Kauf von homegate möglicherweise zu marktbeherrschenden Stellungen in den Räumen Zürich und Genf/Waadt führt. Im Raum Zürich sei homegate bereits heute der mit Abstand stärkste Online-Immobilienmarktplatz. Aus dem Zusammenschluss mit Tamedia, die eine eigene Online-Plattform für Immobilien betreibt, resultiere eine zusätzliche Erhöhung des Inseratvolumens. Tamedia verfüge in ihrem Heimmarkt zudem über die auflagenstärksten und meistverbreitesten Tageszeitungen, weshalb der Zusammenschluss möglicherweise zu einer marktbeherrschenden Stellung führe, begründet die Weko. Ähnliches gilt für die Westschweiz: Im Grossraum Genf/Waadt sei Edipresse die Herausgeberin der auflagenstärksten und meistverbreiteten Tageszeitungen und kontrolliere mit Swissimmo eine der führenden Online- Immobilienplattformen. Die Übernahme von homegate, die in der Westschweiz ebenfalls präsent ist, führe möglicherweise zu einer Verstärkung der Marktstellung von Edipresse im Onlinemarkt für Immobilienanzeigen und zu einer Zementierung der Stellung im benachbarten Markt für Print-Immobilienanzeigen. Durch eine vertiefte Prüfung will die Weko nun klären, ob durch den Zusammenschluss tatsächlich eine marktbeherrschende Stellung erreicht wird, die den wirksamen Wettbewerb beseitigen würde. Die Prüfung dauert bis längstens am 28. Februar 2005.
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