Kontroverse um UMTS-Lizenzen in Deutschland

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Das deutsche Mobilfunkunternehmen Mobilcom beabsichtigt, seine Lizenz für UMTS der deutschen Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation zurückzugeben. Dies, nachdem kein anderer Mobilfunkanbieter gefunden werden konnte, der die Lizenz übernehmen wollte. Mobilcom hatte bei der Vergabe im Sommer 2000 rund 8,5 Milliarden Euro für die Lizenz bezahlt und wurde seither von grossen finanziellen Schwierigkeiten geplagt. Gleichzeitig gab Mobilcom bekannt, dass es sich nun als Service-Provider auch für UMTS-Dienste positionieren werde. Als Inhaber einer UMTS-Lizenz wäre dies dem Unternehmen verwehrt gewesen. Einen anderen Weg beschreitet das Münchner Mobilfunkunternehmen Quam, an dem die Telcos Telefonica und TeliaSonera beteiligt sind. Es will trotz drohendem Entzug durch die Behörde - eine Auflage bei der Lizenzvergabe war, dass bis Ende 2003 ein UMTS-Netz errichtet sein müsse, das mindestens 25 Prozent der Bevölkerung erreicht - an der UMTS-Lizenz festhalten. Nach Ansicht von Quam habe die Regulierungsbehörde kein Recht, die Versorgungspflichten zu überprüfen, da die UMTS-Technologie noch nicht marktreif sei. Die Haltung von Quam hinterlässt allerdings den Eindruck eines strategischen Rückzugsgefechts, hat das Unternehmen doch im November 2002 seinen Netzbetrieb im Bereich GSM/GPRS einstellen müssen. Nach diversen Terminverschiebungen soll UMTS in Deutschland von Anbietern wie T-Mobile, Vodafone, E-Plus oder O2 nun im Laufe dieses Jahres lanciert werden.