Kritisierte Microsofts Mac-Chef Apple zu heftig ?
Die Macintosh-Abteilung von Apples ewigem Rivalen Microsoft erhält ein neues Gesicht: Kevin Browne, der mit seinen schüchternen Auftritten an Apples-Expos das harte Image seines Brötchengebers etwas aufweichen und durchaus Sympathien bei Mac-User gewinnen konnte, verlässt die Redmonder Macintosh Business Unit (MacBU) per Ende Oktober. Nach sechs Jahren Konzipieren und Programmieren von Microsoft-Applikationen für den Mac und drei Jahren als Leiter der MacBU – in diese Zeit fallen die gelungenen Portierungen von Office 2001 und X - wechselt Browne zu Microsofts Xbox-Division. Welchen Posten er in der Spielkonsolenabteilung übernehmen wird, ist nicht bekannt. Eine Pressesprecherin meinte lediglich, der neue Job gebe Browne die Gelegenheit, neue Fertigkeiten zu erlernen, mit Kunden zu arbeiten, die äusserst begeistert über gute Software seien, und seine eigenen Interessen für Spiele und Sport zu verfolgen. Ein Nachfolger für Browne ist noch nicht bestimmt. Ad interim werden Marketingleiter Tim McDonough, Product Unit Manager Roz Ho und Group programm Manager Michael Connolly die Geschäfte der MacBU führen.
Der Abgang Brownes erfolgt nach einer dreimonatigen Werkspause des MacBU-Chefs. Der Rücktritt ist auch für Microsoft-Mitarbeiter überraschend gekommen, was Gerüchte über die seine Unfreiwilligkeit nährt. Mitte Juli hatte Browne angesichts schleppender Verkäufe von Office für MacOS X Apple stark kritisiert: Die Macintosh-Bauer würden ihr neues Betriebssystem zu wenig bewerben. Bis Jahresende wollte Microsoft 750000 Stück verkaufen, konnte seit November aber lediglich 300000 absetzen. Microsoft werde deshalb sein zukünftiges Engagement für die Mac-Plattform überdenken müssen. Wenige Tage später bemühten sich McDonough und Connolly auf der Apple-Expo in New York, die Wogen zu glätten.
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