Lufthansa setzt auf Vertrieb per Internet
Die grösste deutsche Fluggesellschaft, die Deutsche Lufthansa, setzt neue Schwerpunkte in ihrer Vertriebsstrategie. Moderne und kostengünstigere Vertriebswege wie das Internet oder Call Center werden gefördert, der kostenintensivere Verkauf über Reisebüros soll zurückgefahren werden. Dies kündete Vertriebsvorstand Thierry Antinori gegenüber der Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland an. Der Vertrieb soll bald verstärkt über die eigenen Direktvertriebskanäle laufen, aber auch über Kooperationen mit Online-Anbietern wie Expedia, Travelocity oder Odopo. Ziel dieser Ankündigung ist eine Kostensenkung. Antinori: Wir planen eine Umverteilung innerhalb unseres Vertriebsmixes. Das muss uns bis 2004 einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag einbringen. Die Vertriebskosten belasten den Umsatz der Fluggesellschaft mit rund 15 Prozent. Davon sind zehn Prozent Provisionen für die Reisebüros.
Die Lufthansa steht unter einem grossen Sparzwang. Erst letzte Woche wurden unerwartet schlechte Geschäftszahlen für 2001 bekannt gegeben. Das schlechte Ergebnis steht u.a. in Zusammenhang mit der Krise im Luftverkehr von letzten Herbst. Ddie Lufthansa hält immer noch 43 Flugzeuge am Boden. Im weiteren wurde bekannt, dass Lufthansa-Chef Jürgen Weber per Ende 2003 von Wolfgang Mayrhuber abgelöst wird.
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