Macromedia: Sorgenfalten trotz gutem Jahr
Der Softwarehersteller Macromedia hat auch das letzte Quartal 2001 (!) und damit das gesamte Geschäftsjahr positiv abgeschlossen. Mit Jahresgesamteinnahmen von 376,4 Millionen Dollar konnte der Umsatz im Vergleich zu 2000 um 47 Prozent gesteigert werden. Noch stärker, nämlich um 56 Prozent ist der Reingewinn gestiegen: 66,9 Millionen Dollar Jahresprofit erzielte das Unternehmen. Dies entspricht einem Gewinn von 1,18 Dollar pro Aktie. Trotz dieses guten Resultats und des von Macromedia verbreiteten Optimismus dürfte das Ergebnis die Verantwortlichen etwas beunruhigen: Betrachtet man die einzelnen Quartale, zeigt sich, dass die Geschäfte im letzten Quartal einen massiven Einbruch erlitten haben. Der Umsatz konnte im Vergleich zu Q4/00 nur gerade um knappe drei Prozent gesteigert werden, während sich der Gewinn von 16,8 Millionen Dollar auf 8,4 Millionen halbiert hat. Die vorherigen Quartale verzeichneten jeweils noch Umsatzsteigerungen von mehr als 50 Prozent und Gewinnverdoppelungen (Q2 und Q3) oder sogar über Verdreifachung in Q1. Damit scheinen die Dotcom-Krise und der stagnierende PC-Absatz auch auf die Geschäfte von Macromedia Auswirkung zu zeitigen. Das Unternehmen ist der Hersteller von weit verbreiteten Tools im Bereich Internetpublishing wie Dreamweaver, Fireworks, Director und Flash. In den veröffentlichen Zahlen nicht enthalten sind die Kosten von Akquisitionen. Im Januar dieses Jahres hatte Macromedia die Übernahme des Partners Allaire, Hersteller von ColdFusion, für 360 Millionen Dollar bekannt gegeben.
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