Microsoft-Abwehr: Yahoo verhandelt mit Myspace

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Der Übernahmekampf um Yahoo geht in die nächste Runde: Rupert Murdochs News Corp. soll sich laut US-Berichten in Verhandlungen mit dem Internetkonzern befinden, um die Übernahme durch Microsoft noch zu verhindern. Gleichzeitig begründet Yahoo-CEO und -Gründer Jerry Yang in einem Brief an die Aktionäre die Absage an Microsoft. Verhandlungsgegenstand ist die Idee, Myspace mit Yahoo-Diensten zu ergänzen und News Corp. als Gegenleistung Beteiligungen von rund 20 Prozent zu geben. Noch sei man sich aber über ihren Preis nicht einig. Erst letzte Woche schloss Murdoch ein Interesse an Yahoo noch aus. Derweil argumentiert Yang in einem Aktionärsschreiben, dass sein Unternehmen einzigartig im Markt positioniert sei und sich im wachsenden Online-Werbemarkt gut behaupten könne. Nicht alle Aktionäre sind damit einverstanden: Laut Informationweek.com hat das „Wayne County Employee's Retirement System“ aus Michigan Klage gegen Yahoo eingereicht. Es wirft dem Konzern vor, das Übernahmeangebot gar nie richtig in Betracht gezogen zu haben. „Einfach nur Nein zu sagen ist keine angemessene Antwort“, so David Fink, der den Fall als Anwalt vor Gericht vertritt.