Microsoft ist erleichtert über das Urteil

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Microsoft begrüsst, dass ein amerikanisches Bezirksgericht den mit der Bundesregierung und den neun Bundesstaaten erzielten Vergleich unter Vorbehalt genehmigt hat. Dieser Vergleich sei ein harter, jedoch fairer Kompromiss, heisst es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Microsoft werde die erforderliche Zeit, Energie und Mittel aufbringen, um sicherzustellen, dass es seinen Verpflichtungen gerecht werde. Die Einigung schreibt Microsoft unter anderem vor, den PC-Herstellern mehr Freiheit bei der Installation von Software zu gewähren. Zudem sollen gewisse technische Informationen für die Zusammenarbeit zwischen Programmen von Microsoft und anderen Herstellern offen gelegt werden. Nicht so zufrieden mit dem Urteil ist ein grosser Teil der Konkurrenz und Kläger, die ursprünglich gar die Zerschlagung des Konzerns angestrebt hatten. Sie sind weiterhin der Ansicht, dass Microsoft zu gnädig behandelt worden sei. Zudem sei der Kernpunkt der Auflagen, um die es in der Klage von 1998 ging, mittlerweile nicht mehr aktuell: Die Sanktionen betreffen nämlich vor allem den PC- und den Browsermarkt, und gerade letzerer wurden in den vier Jahren während des Prozesses nachhaltig verändert. Der Internet Explorer hat seinen Rivalen Netscape unter die Drei-Prozent-Marke gestürzt und selbst einen stolzen Marktanteil von über 90 Prozent errungen. Kritiker des Urteils, das auf 344 Seiten dargelegt ist, sehen vor allem die Gefahr, dass Microsoft seine Vormachtstellung bei den Betriebssystemen auch in Zukunftsmärkten nutzen könnte, ohne dass das vorliegende Urteil mit seinen Auflagen Microsoft daran hindern werde.