Microsoft muss Java-Maschine nicht integrieren

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Micrsoft ist doch nicht verpflichtet, eine Java Virtual Machine (JVM) von Sun Microsystems in seine Betriebssysteme zu integrieren. Dies entschied das Berufungsgericht des US-Bundesstaates Virginia gestern in Richmond und hob damit die einstweilige Verfügung des Richters J. Frederick Motz vom Dezember 2002 auf. Der Kläger Sun Microsystems habe nicht in ausreichendem Masse darlegen können, warum durch eine fehlende Java-Unterstützung in Windows ein erheblicher Schaden entstünde, begründete das Berufungsgericht seine Entscheidung. Allerdings meinte das Gericht auch, Microsoft habe die getroffenen Vereinbarungen mit Sun nicht eingehalten, weshalb Microsoft die eigene Variante der Software nicht weiter verbreiten darf. Der Streit zwischen Microsoft und Sun begann vor mehreren Jahren, als Microsoft seine eigene JVM veröffentlichte. Die Auseinandersetzung um Java zwischen Sun und Microsoft ist damit aber noch lange nicht beendet: Das Berufungsgericht verwarf lediglich die einstweilige Verfügung, die Microsoft verpflichten sollte, Java sofort zu integrieren. Das Verfahren liegt nun wieder bei Richter Motz zur weiteren Behandlung, bis eine Einigung erzielt oder ein Urteil gefällt ist.