Mobile Spam wird zunehmend ein Problem

Uhr | Aktualisiert
Bereits heute erhalten mehr als 80 Prozent aller Handy-Benutzer regelmässig Spam-Nachrichten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität St. Gallen in Zusammenarbeit mit dem Sicherheitstechnologieanbieter Intrado. Befragt wurden 1659 Mobiltelefonbenutzer und 154 Mobilfunkanbieter aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Kanada, den Vereinigten Staaten, Singapur, China und Saudi Arabien. 83 Prozent der Befragten rechnen damit, dass Mobile Spam in den nächsten ein bis zwei Jahren massiv zunehmen wird. Die Entwicklung sei vor allem für das Image von Mobilfunkanbietern ein grosses Problem, schliesst die Studie. Denn die Kunden würden vor allem die Provider die Schuld dafür geben. Zudem betrachten viele Kunden Werbenachrichten ihres Providers ebenfalls als Spam. Acht von zehn der befragten Kunden würden zur Beseitigung des Problems eher den Anbieter als die Telefonnummer wechseln. Da es derzeit noch keine Lösung für das Spam-Problem gibt, testen die meisten Provider in einem "Trial and error"-Verfahren nach möglichen technologischen Lösungswegen, um dem Spam-Problem Herr zu werden. Die Studie wird der Öffentlichkeit heute Nachmittag in der 3GSMCannes vorgestellt. Zusätzlich zu den empirischen Untersuchungsergebnissen zeigt die Studie mögliche Vorgehensweisen für Unternehmen und gibt Einsicht in die zukünftige Entwicklung neuer Anti-Spam-Strategien.