Mount10: Teilliquidation, (un)durchsichtige Infos

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Die Mount10 Holding, bekannt als Betreiberin von Datenbunkern in den Alpen, hat schon öfters mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht. So letzmals im November 2001, als das Rotkreuzer Unternehmen wegen nicht beglichener Lohnforderungen von ehemaligen Mitarbeitern und Kadermitgliedern eingeklagt wurde. Die fragwürdige Firmen-Informationspolitik geht offenbar auch nach einem Wechsel in der Unternehmensleitung weiter. So meldet Mount10 auf ihrer Homepage Erfreuliches, nämlich den Rückgang des EBITDA-Verlustes im 4. Quartal 2001. Konsequente Kostensenkungsmassnahmen und die Treue der Stammkunden hätten zu diesem Ergebnis geführt. Wie der IT-Reseller am Freitag berichtete, hätte Mount10 aber durchaus auch über Negatives zu berichten. Die Mount10 Service AG in Dübendorf, eine Tochterfirma, muss nämlich liquidiert werden. Der Liquidator hat beim Bezirksgericht ein Gesuch um Nachlassstundung gestellt. Dies gehe aus dem Zwischenbericht des Liquidators hervor, der an die Gläubiger verschickt worden ist. Der offizielle Quartalsbericht hingegen informiert lediglich, dass Mount10 aus dem Geschäft mit Managed Web Hosting und Full Line Outsourcing ausgestiegen sei und sich nun vollständig auf Storage-Lösungen konzentriere Zu den Zahlen: Der Umsatz im Jahr 2001 ist um 11 Prozent auf 34,6 Millionen Euro zurückgegangen. Der EBITDA-Verlust 2001 beträgt 6,6 Millionen Euro. Der Liquiditätsbestand zum 31. Dezember 2001 betrug 1,7 Millionen Euro.