Musikindustrie gegen Napster-Klone

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Mit dem kürzlich errungenen Sieg gegen Napster, sind die Probleme der Musikindustrie noch lange nicht vom Tisch. Es existieren inzwischen Dutzende von Musiktauschbörsen im Internet. Die RIAA hat sich deshalb entschieden, sich im Kampf gegen die Musikpiraterie direkt an die Provider zu wenden, welche die Verbindungen zu den Tauschbörsen herstellen. Grosse Schwierigkeiten dürften auf die Musikgesellschaften im Kampf gegen nicht-serverbasierte Dienste wie zum Beispiel Gnutella oder Freenet zukommen. Hier hofft die Industrie auf Schnüffelsoftware, mit der sie User ausfindig machen und direkt gegen diese vorgehen kann. Ausserdem wollen Sony Music und Vivendi gemeinsam einen kostenpflichtigen Tauschdienst auf die Beine stellen und so den vorhandenen Diensten die Stirn bieten. Mit dem von Napster unterbreiteten Milliarden-Angebot können Sony und die übrigen Musikgiganten anscheinend wenig anfangen. Napster wollte, dass die RIAA die Klage gegen die Zahlung von einer Milliarde Dollar in den nächsten fünf Jahren fallenlässt. «Es ist für jeden in der Branche offensichtlich, dass die Summe, die Napster angeboten hat, keinen Sinn macht in einer 40- Milliarden-Dollar-Industrie», teilte Sony Music Entertainment auf den Napster-Vorschlag vom letzten Dienstag in einer Stellungnahme mit.