Musikindustrie nun gegen Napster-Nachfolger

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Die amerikanische Musikindustrie gibt sich mit dem Sieg über Napster noch nicht zufrieden. Die Recording Industry Association of America (RIAA) und die Motion Picture Association of America (MPAA) haben Klage gegen drei weitere Online-Tauschbörsen eingereicht, auf denen Filme und Musik gratis heruntergeladen werden könnnen. Es sind dies MusicCity.com und MusicCity Networks, welche Morpheus betreiben, sowie Grokster LTD und Consumer Empowerment BV (FastTrack), die den KaZaA-Dienst betreiben. Hilary Rosen, CEO von RIAA sagte, die Musikindustrie könne unmöglich untätig dasitzen und zusehen, wie diese Piratenbazare des 21. Jahrhunderts weiterhin illegal operierten. Der juristische Kampf gegen die drei erwähnten Tauschbörsen dürfte sich zumindest teilweise schwieriger gestalten als jener gegen Napster. Einerseits hat nur MusicCity seinen Sitz in den USA, zweitens (und noch viel wichtiger) handelt es sich bei ihnen um Peer-to-Peer-Netzwerke, die auch ohne Zentrale weiter funktionieren können. Mitglieder gibt es jedenfalls genug: KaZaA wird nach Angaben von Consumer Empowerment von 9,1 Millionen Personen genutzt, die Morpheus-Software wurde seit der Lancierung im April 23 Millionen mal heruntergeladen. Morpheus führt auch bei Cnet.com die Liste der populärsten Musiktauschprogramme an und kann als eigentlicher Überflieger der Szene betrachtet werden.