Musikindustrie verklagt P2P-Nutzer
Der US-Verband der Musikindustrie RIAA hat Klagen gegen 261 Tauschbörsen-Nutzer eingereicht. Wie US-Medien gestern berichteten seien Tausende weiterer Klagen in Vorbereitung. Die RIAA hatte Internetprovider angeschrieben und die Identifizierung von etwa 1600 mutmasslichen Copyright-Sündern verlangt. Usern, die sich schriftlich verpflichten, künftig keine Musik mehr über Internet-Börsen zu tauschen, will die RIAA eine Amnestie einräumen. Dieses Angebot ist sehr umstritten. Denn eine "Amnestie" könnte erst dann ausgesprochen werden, wenn bereits eine Verurteilung vorläge, und auch dann sicherlich nicht von einem Verband sondern höchstens einer Behörde. Die RIAA pokert. Immerhin scheint sie mit ihren Einschüchterungsmethoden bereits gewisse Erfolge zu erzielen, wie eine Studie des US-Marktforscher NPD Group Anfang August nahelegt. Die amerikanische Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation EFF warnt jedenfalls alle Tauschbörsennutzer, sich auf das Angebot der RIAA einzulassen und sich durch ein freiwilliges Eingeständnis selbst zu belasten.
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