Neue Vorstösse für Micropayment in der Schweiz

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In der Schweiz sind derzeit von verschiedenen Seiten Bemühungen feststellbar, dem Micropayment für kostenpflichtige Internetinhalte endlich zum Durchbruch zu verhelfen. Auf der einen Seite versucht der Verband Schweizer Presse ein System einzuführen, das auch anderen Content-Anbietern als Vorbild dienen und so zu einer Standardisierung beitragen könnte. Nachdem die bisherigen Lösungsvorschläge des Verbandes nicht realisiert werden konnten, treffen sich Ende Mai Vertreter der Schweizer Verlage mit Kollegen aus Österreich, Deutschland und Luxemburg, um eventuell eine gemeinsame Micropayment-Initiative zu starten. Grundlage dazu könnte eine Studie des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ) sein, die aus über 50 Bezahlsystemen eine Selektion traf, aus der wiederum eine Arbeitsgruppe des VÖZ ihre Auswahl treffen soll. Laut Hannes Schopf vom VÖZ hat das Treffen in Vorarlberg auch zum Ziel, die Grundlage für eine einheitliche Währung für Online-Werbung im deutschsprachigen Raum zu schaffen. Weitere Themen sind E-Papers und Online-Aktivitäten öffentlich-rechtlicher Anstalten. Im Bereich Micropayment tut sich aber nicht nur auf Seiten der Content-Anbieter etwas: Eine Abteilung von Swisscom evaluiert derzeit gemäss Angaben von Branchen-Insidern eine Micropayment-Lösung. Dabei soll es sich um ein Modell mit Prepaid-Karten handeln. Auch von einem dritten wichtigen Player, Bluewin, ist demnächst eine Lösung zu erwarten: Deborah Bucher, Corporate Communications, sagte auf Anfrage des NetzwocheTickers, dass Bluewin dabei sei, ein Microbilling-System aufzubauen, welches auf einer Sammelrechnung basiert. Dieses soll auch anderen Anbietern offen stehen. Die Lancierung ist für nächsten Winter geplant. Bisher sind in der Schweiz schon verschiedene Micropayment-Systeme im Einsatz, keines konnte sich jedoch auf breiter Basis durchsetzen, da die grossen Firmen aus dem Content- oder Paymentbereich bisher keine allzu grossen Aktivitäten entfalteten.