Nexpert reduziert den Admin-Aufwand im Aargau und profitiert von Novells neuer Strategie
Nexpert will seine Kompetenzen für das Open-Source-Betriebssystem Linux weiter ausbauen. Dazu hat der Zürcher IT-Lösungsanbieter jüngst einen Mitarbeiter der Schweizer Novell-Niederlassung übernommen, der nun das Team in den Bereichen Workgroup und Linux unterstützt. Zudem ist Nexpert von Novell in den Stand eines Platinum-Partners erhoben worden. Als Platinum-Partner stehen den Zürchern zusätzliche Ressourcen und Support-Dienstleistungen zur Verfügung. Nexpert ist nach ID Integrated Data, Cambridge Technology Partners und Skypro erst der vierte schweizerische Partner mit Platinstatus.
Zu Nexperts Kundschaft zählt seit kurzem auch der Kanton Aargau. Bei der Kantonsverwaltung führten die Zürcher eine Softwareverwaltungslösung auf Basis von Novells ZENworks ein, um die Verwaltung der rasch wachsenden Linux-Server-Infrastruktur zu vereinfachen. Damit habe man den Personalaufwand beim Kanton reduzieren können, so Nexpert. Alle 65 Linux-Server der Kantonsverwaltung Aargau würden nun von einem Systemadministrator verwaltet.
Die Erhebung Nexperts in den höchsten Partnerstatus und die Übernahme eines Angestellten erfolgt in Einklang mit Novells aktueller Strategie. Die Amerikaner wollen ihr Business in den Länderniederlassungen in Zukunft vermehrt über Partner abwickeln. Das zeigt sich auch bei Novell Schweiz selbst: Die schweizerische Niederlassung ist in den letzten Monaten beträchtlich geschrumpft. Im vergangenen November hatte bereits ein zehnköpfiges Consulting-Team von Novell Schweiz zu Cambridge Technology Partners übergewechselt. Gemunkelt wird, es seien heute nur noch vier bis sechs Mitarbeiter für die Amerikaner hierzulande tätig. Wie viele Angestellte Novell Schweiz heute tatsächlich noch zählt, will das Unternehmen nicht verraten. Auf Anfrage des Netztickers versicherte eine Pressesprecherin lediglich, die Zahl der Belegschaft bewege sich im zweistelligen Bereich. Country Manager Gernot Keckeis scheint mit seiner hiesigen Aufgabe jedenfalls nicht mehr ausgefüllt zu sein: Seit November 2008 amtet er zusätzlich als Director Identity & Security für die DACH-Region.
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