Nokia will wie Apple an mobilen Diensten mitverdienen
Der weltgrösste Handy-Hersteller Nokia will sich in Zukunft auch an den Umsätzen der Mobilfunkbetreiber mit Datendiensten beteiligen. Dies sagte der Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Beim Verkauf von Geräten soll allerdings auch in Zukunft das bisherige Modell gelten; ginge es jedoch um die Bereitstellung neuer Dienste, sei eine Umsatzbeteiligung durchaus möglich.
Ein solches Geschäftsmodell verfolgt bereits Apple mit seinem iPhone. Mobilfunkanbieter erhalten exklusive Vertriebsrechte für das iPhone, müssen dafür im Gegenzug eine Beteiligung an den Datenumsätzen an Apple entrichten. Gemäss Brancheninsidern soll diese Beteiligung bei 30 Prozent liegen, offizielle Angaben gibt es jedoch nicht.
Dass auch Nokia von einem solchen Modell profitieren will, meinten Brancheninsider bereits letzte Woche, als das Landgericht Hamburg den Exklusivvertrag zwischen Apple und T-Mobile bestätigte.
Nokia besitzt einen Marktanteil von fast 40 Prozent und hat in der jüngsten Vergangenheit seine Online-Dienste verstärkt ausgebaut. So kündigte der finnische Konzern vor einigen Tagen die Lancierung des Programms „Comes with music“ an. Damit sollen Handy-Nutzer ein Jahr lang Songs aus dem Katalog der Universal Music Group International herunterladen können. Auch baut Nokia die Multimedia-Plattform Ovi auf. Über diese sollen Spiele und Musik verkauft werden.
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