NZZ: Droht ein UMTS-Moratorium?

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Zwei parlamentarische Initiativen wollen ein Moratorium für UMTS erwirken, bis die gesundheitlichen Risiken der Mobilfunktechnologie wissenschaftlich abgesichert sind. Dies berichtet die NZZ heute Freitag. Die Initiativen der grünen Nationalrätin Pia Holenstein und aus dem bürgerlichen Lager sollen die Forderung enthalten, den Start von UMTS um mindestens vier Jahre zu verschieben, bis eine Schweizer Studie den Beweis für die gesundheitliche Unbedenklichkeit erbracht habe. Gemäss NZZ sollen die Initiativen zum Sessionsauftakt am 1. Juni dem Ratsbüro zur Prüfung auf Dringlichkeit eingereicht werden. Swisscom zeigt sich über diese Meldung erstaunt: "Die Behörden sind nicht konsequent", meinte Pressesprecher Sepp Huber auf Anfrage des NetzwocheTickers. "Eine behördliche Bedingung bei der Vergabe der UMTS-Lizenzen war ganz klar, dass jeder Lizenznehmer rasch in die Umsetzung des Netzes investieren muss", erinnert Huber. Im Jahr 2000 hatten die Schweizer Behörden die UMTS-Konzessionen im Rahmen einer Auktion vergeben, obwohl die Netzbetreiber damals auf Grund der ungenügenden Standardisierung von UMTS eine Verschiebung beantragten. Gleichzeitig mit der Konzessionsvergabe wurden die Netzbetreiber von den Behörden verpflichtet, rasch den UMTS-Netzaufbau voranzutreiben und bis Ende 2004 eine Abdeckung von mindestens 50 Prozent der Bevölkerung zu erzielen. "Es wäre nun sehr fragwürdig, wenn die Behörden diese Investitionstätigkeit nachträglich stoppen sollten", gibt Huber zu bedenken. Ähnliche Töne hört man aus dem Orange-Lager: "UMTS kommt wirtschaftlich gesehen eine grosse Tragweite für die technologische Entwicklung in der Schweiz zu", so Tilman Eberle, Pressesprecher Orange. Pia Hollenstein war bis Redaktionsschluss leider nicht für eine Stellungsnahme erreichbar.