Oracleworld: zu gross für IT-Messen?

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Am 18. Juni wird auf dem Berliner Messegelände die erste europäische Oracle OpenWorld Conference starten. Auf diesem Event will der Datenbankriese bisherige und potentielle Neukunden während vier Tagen zum Erfahrungaustausch laden und über die Angebotspalette informieren. Auch Chairman und CEO Larry Ellison wird in Berlin anwesend sein und als Sprecher auftreten. Bereits im letzten November hatte Oracle angekündigt, ab dem laufenden Jahr an keiner IT-Messe mehr aufzutreten und nurmehr auf eigene Events zu setzen. Dieser Entscheid hat von verschiedenen Seiten harsche Kritik provoziert. Ob mit solchen Veranstaltungen dasselbe Resultat erreicht werden kann wie auf einer Comdex, CeBit, Orbit oder Iex ist zumindest fraglich. Michael Schiendorfer, PR-Manager von Oracle Schweiz, beschwichtigt: Wir wollen keineswegs sagen, dass die IT-Messen keine Berechtigung hätten. Aber Oracle ist zu gross geworden für diese Veranstaltungen. Um die Schweizer Kunden zu befriedigen sind aber weiterhin auch lokale Events nötig, ist sich Schiendorfer bewusst. Nach den guten Erfahrungen bisher dürfte sich Oracle nicht so schnell wieder auf allgemeinen IT-Expos blicken lassen. Andere Unternehmen, die schon ähnliche Strategien verkündet hatten, sind jedoch meist mittelfristig wieder zurück gekrebst. Eine IT-Expo lässt sich eben nur schlecht durch eine proprietäre Messe ersetzen. Gut möglich also, dass auch Oracle bald wieder auf einer Comdex anzutreffen ist.