Ovum: Nortel-Filetstücke interessant für Rivalen
Ende vergangener Woche hat der kanadische Netzausrüster Nortel Networks Gläubigerschutz nach US-amerikanischem und kanadischem Recht beantragt. Dem Unternehmen sei es nicht gelungen nach dem Platzen der Telecom-Blase zu einem gesunden Geschäft zu finden, machen die Marktforscher von Ovum als Grund dafür aus. Nortels Beantragung von Gläubigerschutz könnte aber zu ausgeglicheneren Strukturen im Netzausrüstermarkt führen.
Zwar könnte es Nortel gelingen in den sechs bis 12 Monaten, in denen die Bargeldreserven reichen, eine neue Struktur zu finden und sich kleiner aber stärker am Markt zu positionieren. Für wahrscheinlicher halten die Marktforscher von Ovum allerdings, dass sich Konkurrenten die Filetstücke schnappen, um damit Lücken im eigenen Portfolio zu füllen. Ericsson und Nokia Siemens Networks (NSN) hätten solche beispielsweise in ihren Festnetz-Portfolios. Andere Geschäftsbereiche von Nortel seien indes für Cisco, Juniper oder Tellabs sehr interessant, ebenso wie die starke Position von Nortel ausserhalb der USA.
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