Passport-Lücke kann Microsoft teuer kommen

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Die am Donnerstag bekannt gewordene Sicherheitslücke im Passport-Service könnte schmerzhafte Folgen für den Softwaregiganten Microsoft haben. Microsoft hat im vergangenen Herbst nach ähnlichen Vorfällen mit der US-Verbraucherschutzbehörde Federal Trade Commission (FTC) vereinbart, der Sicherheit von Passport in Zukunft mehr Aufmerksamkeit zu widmen und zukünftig den Schutz persönlicher Verbraucherdaten sicher zu stellen. Für allfällige Verstösse gegen die Vereinbarung wurde eine Strafe von 11000 Dollar pro Nutzer vereinbart. Die FTC prüft nun laut Berichten in verschiedenen amerikanischen Medien, ob Microsoft mit dem gemeldeten Vorfall gegen die Vereinbarung verstossen hat. Da rund 200 Millionen User die Passport-Dienste nutzen (u.a. Hotmail- und MSN-Messenger-User), liesse sich die Busse bis auf 2,2 Billionen Dollar hochrechnen. Ein volles Ausschöpfen dieses Strafrahmens ist allerdings nicht zu erwarten. Ein pakistanischer Computersicherheits-Berater hatte die Lücke entdeckt, nachdem sein eigenes Passport-Konto manipuliert worden war. Er fand durch kurzes Herumprobieren heraus, dass er mit einem einfachen Befehl auf einer bestimmten Microsoft-Webseite Zugang zu beliebigen Passport-Konten bekam. Der Nachrichtenagentur AP sagte er, dass er dazu bloss vier Minuten gebraucht habe und weiter: Es war so einfach zu machen. Jeder hätte es tun können. Gemäss anderen Medienberichten habe das Sicherheitsloch sieben Monate bestanden. Es wurde mittlerweile geschlossen, wie Microsoft meldete.