Porno-Fahndung: Rita Fuhrer angeklagt

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Rita Fuhrer wurde am Donnerstag wegen ihrer Ermittlungstaktik im Fall Internet-Kinderpornographie angezeigt. Urheberin der Anzeige gegen die Zürcher Polizeidirektorin und Angehörige der Kantonspolizei ist die Zürcher Gemeinderätin Renate Schoch der Alternativen Liste (AL). Ihre Anklage: Die Angezeigten hätten die Ermittlungen im Fall Internet-Kinderpornographie verschleppt. Der Kantonspolizei hätte sich bewusst sein müssen, dass durch eine allfällige Verzögerung bei den Hausdurchsuchungen die Gefahr bestand, dass sich Straftäter der Justiz entziehen können. In ihrer Anzeige wirft sie der Kantonspolizei vor allem vor, darauf verzichtet zu haben, ihren kriminaltechnischen Dienste durch diejenigen der Stadtzürcher Kriminalpolizei zu verstärken. Dadurch habe man in Kauf genommen, dass sich die für das Gelingen der Operation entscheidenden Hausdurchsuchungen über Monate hinzogen. Staatsanwalt Andreas Brunner bestätigte die Anzeige gegenüber der sda, wollte sie aber vorläufig nicht kommentieren. Es müsse sich, wie er sagte, ohnehin zuerst die Geschäftsleitung des Kantonsrates damit beschäftigen. Diese müsse entscheiden, ob überhaupt ein Verfahren gegen Fuhrer eröffnet werden kann. Bereits am Montag hatte der Kantonsrat die Zürcher Ermittlungen im Rahmen der landesweiten Aktion gegen Internet-Kinderpornographie scharf kritisiert: Die Parteien warfen Fuhrer ebenfalls vor, die Stadtpolizei grundlos von den Ermittlungen ausgeschlossen zu haben. Im Juni hatte die Kantonspolizei eine Namesliste der Verdächtigen erhalten und hatte rund zwei Monate später mit den Hausdurchsuchungen begonnen. Diesen Mittwoch teilte sie mit, die Sicherstellung des Materials bei den Verdächtigen abgeschlossen zu haben.