Raubkopien trüben rosige Aussichten

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Die Softwareindustrie in Westeuropa wird bis 2005 einen Umsatz von 160 Milliarden Franken erreichen. Dies bedeutet eine beinahe Verdoppelung der Umsätze von 83 Milliarden im Jahr 2000. Die Prognose kommt vom Marktforschungsinstitut IDC und wurde anlässlich einer Konferenz der Business Software Alliance (BSA) in Brüssel diskutiert. Auch die Situation im Arbeitsmarkt, wo seit zwei Jahren mehr Angestellte entlassen werden als neu eingestellt, wird sich gemäss IDC entspannen. Die Zahl der Beschäftigten in der Softwareindustrie wird im Zeitraum von 1999 bis 2003 um 52 Prozent steigen. Die BSA warnt allerdings in einem Presserelease im Anschluss an die Tagung, dass das Wachstum der Softwareindustrie und des E-Commerce durch die stetige Bedrohung durch Raubkopien und Fälschungen in Frage gestellt werden könnte. Gemäss BSA entstand der Softwareindustrie im Jahr 2000 ein Schaden von 5 Milliarden Euro aufgrund von Raubkopien. Mit einem Strategiepaper macht die BSA deshalb auf die wesentlichen Wachstumsfaktoren des Wirtschaftszweiges aufmerksam. Darin wird neben anderem auf die zukünftige Bedeutung des Datenschutzes, einer verstärkten IT-Sicherheit und des Vertrauens in offene Handelssysteme hingewiesen. Die BSA ist ein internationaler Interessenverband von Software- und Hardware-Herstellern, der sich insbesondere für den Schutz von Software als geistiges Eigentum einsetzt. Mitglieder sind unter anderen Adobe, Apple, Autodesk, Bentley Systems, Borland Software Corporation, CNC Software/Mastercam, Compaq, Dell, Entrust, IBM, Intel, Intuit, Macromedia, Microsoft, Network Associates, Novell, Sybase, Symantec und UGS.