RBA-Banken wollen einheitliche Informatik – aber nicht unbedingt Ibis
Gestern Dienstag haben die 51 Regionalbanken, die im RBA-Verbund zusammenarbeiten, bestätigt, dass sie weiterhin eine einheitliche Informatik in der Bankengruppe nutzen wollen.
Im September hatten die drei Ostschweizer Banken Alpha Rheintal Bank, Bank CA St. Gallen und die Swissregiobank bekannt gegeben, sich von Ibis, der von RBA eingesetzten Plattform, zu lösen und auf Finnova zu wechseln. Gleichzeitig stellten sie den Antrag, dass auch alternative Informatikplattformen anstelle der heute genutzten Ibis-Lösung zugelassen werden. Die RBA-Mitglieder wollen nun aber auch in Zukunft eine einheitliche Informatik einsetzen. Zu den Vorteilen würden die Vorzüge der Volumenbündelung und der Standardisierung gehören, damit könnten Informatik und Verarbeitung ausgelagert und Kosten reduziert werden, argumentieren die Banken.
Dies bedeutet allerdings nicht, dass nun automatisch an Ibis festgehalten wird. Denn gleichzeitig betonten die RBA-Mitglieder, dass die IT-Lösung, für die sich die Mitgliederbanken entschieden haben, immer wieder auf ihre Markt- und Zukunftsfähigkeit überprüft werden müsse, um sicherzustellen, dass es sich um eine konkurrenzfähige Lösung handle. Genau aus diesem Grund wollen die drei Ostschweizer Banken von Ibis auf Finnova wechseln. Denn Ibis wird seit 2005 durch den Betreiber RTC erneuert, das Projekt verzögere sich aber stetig und berge einige Unsicherheiten betreffend Kosten, Termine und Machbarkeit, argumentierten die drei Banken im September. „Ibis ist im Moment in Entwicklung. Die Zukunft wird zeigen, was daraus wird“, sagte auch RBA-VR-Präsident Paul Nyffeler gegenüber Inside-it.
Allerdings ist es durch diesen Beschluss nun für die drei Banken nicht mehr möglich, im RBA-Verbund auf Finnova zu wechseln. Sie müssten dazu aus dem Verbund austreten. Stephan Weigelt, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bank CA St. Gallen, sagte gegenüber dem Netzwocheticker, dass man nun die Auswirkungen des Beschlusses genauer analysieren werde. „Ein Austritt aus RBA ist nicht mehr die unwahrscheinlichste Variante“, meinte er. Zudem überlege man sich, den gestrigen Beschluss rechtlich zu hinterfragen, denn die Valiant-Privatbank im Bunde hat schon länger eine eigne IT-Lösung. Die Bereitschaft abzuwarten, für welche Informatikplattform sich der RBA-Verbund letztlich entscheide, sei aber gering, dazu sei die Unsicherheit zu gross.
Die Lösung heisst Corn-i
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