Schon wieder schlechte Noten für Schweizer E-Government

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Die Schweiz belegt in einer europaweiten E-Government-Studie den beschämenden Rang 20 von 28 untersuchten Ländern. Weniger behördliche Dienstleistungen auf dem Internet bieten nur einige osteuropäische Staaten und Luxemburg. Während der durchschnittliche "Online-Umsetzungsgrad" in Europa bei 65 Prozent liegt, erreicht die Schweiz einen Wert von 60 Prozent. An der Spitze des Rankings liegen Schweden, Österreich, Grossbritannien, Irland, Norwegen und Dänemark mit einem Umsetzungsgrad von jeweils über 80 Prozent. Dies gemäss einer Studie von Capgemini im Auftrag der EU-Kommission. Untersucht wurden die 25 EU-Staaten sowie in Island, Norwegen und der Schweiz.
Gemäss der Untersuchung sind in Schweden 74 Prozent aller Dienste vollständig online und 89 Prozent zumindest online. In Österreich sind 72 Prozent aller Dienste vollständig online, in Finnland 67 Prozent. In der Schweiz sind weniger als 10 Prozent der Dienste vollständig online verfügbar! Einzig Lettland weist hier einen noch tieferen Wert auf. Ein Grund für das schlechte Abschneiden der Schweiz liegt in der föderalen Struktur der Schweiz, mutmasst die Studie. Allerdings schnitten auch die untersuchten Dienste des Bundes nicht gut ab. Ein weiterer Grund für den tiefen Umsetzungsgrad dürfte laut dem Bericht der Spardruck sein. Auf allen Ebenen hätten Budgetrestriktionen häufiger zur Einstellung von E-Government-Projekten geführt.