Schweizer Handynetze sind überlastet
Vor allem im Zug oder im Auto werden Handygespräche noch immer abgebrochen. Waren früher Funklöcher schuld an den Unterbrüchen, ist es heute eine Überlastung der Handynetze: „Trotz laufendem Ausbau des Mobilfunknetzes kann es in Hauptverkehrszeiten zu Engpässen kommen“, meint Swisscom-Sprecher Sepp Huber gegenüber Sonntag.
Aufgrund der strengen Strahlenverordnung in der Schweiz können Antennen im Schnitt rund 40 bis 60 Verbindungen gleichzeitig versorgen. Vor allem in Agglomerationen stossen die Netze damit schnell an ihre Kapazitätsgrenzen. Gespräche im Zug oder im Auto werden von einer Sendeanlage an die nächste weitergegeben - steht in einer Anlage nicht genügend Kapazität zur Verfügung, wird das Gespräch abgebrochen.
Abhilfe soll die flächendeckende Einführung von UMTS bringen. „Die Einführung von UMTS ermöglicht es, die Telefongespräche von heute einem Netz auf zwei Netze zu verteilen“, erklärt Huber. Doch beim Netzausbau kommen die Telcos aufgrund von Einsprachen nicht so schnell voran, wie sie gerne möchten.
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