Schweizer Telekommarkt nähert sich Sättigung

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Der Schweizer Telekommarkt verliert gegenüber der EU zunehmend an Wachstumstempo. Während der Markt in der Schweiz im Jahr 2004 um 2,2 Prozent auf knapp 12 Milliarden Franken gewachsen ist, stieg er in der EU durchschnittlich um 4,6 Prozent. Für das laufende Jahr erwartet das Bundesamt für Kommunikation BAKOM ein Wachstum von 2 Prozent. Dies trotz neuer Technologien wie Internettelefonie. Das Wachstum in der Schweiz beruht hauptsächlich auf den Segmenten Mobilfunk und Datenkommunikation. Das Festnetz hingegen ist leicht rückläufig. Der Schweizer Telekommarkt sei wohl näher bei der Sättigung als andere Märkte Europas, begründete Peter Fischer, stellvertretender BAKOM-Direktor, die tieferen Werte im europäischen Vergleich. Zulegen können hauptsächlich noch Mobilfunk und Datenkommunikation.
Im vergangenen Jahr besassen 87 Prozent der Schweizer ein Handy. Dies wiederum entspricht dem europäischen Durchschnitt. Im Telefonfestnetz sind die Preise insgesamt zwar stark gesunken. Wegen dem eingeführten Einheitstarif sind die Lokaltarife aber vergleichsweise hoch, die nationalen Tarife hingegen tief. Im internationalen Vergleich geben die Schweizer eher viel für die Festnetztelefonie aus. Die Interkonnektionspreise für Gespräche zwischen Kunden von verschiedenen Telekommunikationsdienstleistern liegen in der Schweiz klar über dem Durchschnitt.
Mit zur Spitze zählt die Schweiz beim Breitbandmarkt. Die Marktdurchdringung beträgt bei relativ tiefen Preisen 17 Prozent. Nur Dänemark (18%) und die Niederlande (19%) kommen auf einen höheren Wert.