Sieben europäische IT-Firmen warnen vor Softwarepatenten

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In einer gemeinsamen Medienmitteilung äussern sich sieben mittelständische europäische IT-Unternehmen besorgt über die nachteilhaften Auswirkungen, die der jetzige Richtlinienvorschlag der Europäischen Union auf ihre Betriebe und auf Europas gesamte Wirtschaft hätte. Zu der Gruppe zählen 1&1 Internet, CAS Software, CSB-System, GMX, Materna, MySQL und Opera. Zwei dieser Unternehmen seien Internetfirmen, vier seien Anbieter von proprietärer ("closed-source") Software, und eines sei Europas größter Open-Source-Softwareentwickler, heisst es in der Medienmitteilung. Gemeinsam beschäftigen die Unternehmen nach eigenen Angaben über 4000 Mitarbeiter. Bis zur Plenarabstimmung des Parlaments in zweiter Lesung am 6. Juli wollen die Unternehmen noch einmal gemeinsam aktiv werden. Die neu formierte Allianz ruft auch andere Unternehmen dazu auf, ernsthafte Maßnahmen in der Zeit bis zur Abstimmung zu treffen, damit die Botschaft bei den Europaparlamentariern ankomme: "Wir alle müssen Zeit und Geld auf das Lobbying verwenden, denn sonst verlieren wir kampflos, und dann werden wir alle gezwungen sein, viel mehr Zeit und Geld in die Auseinandersetzung mit einzelnen Patentklagen zu stecken." Letzte Woche hatte sich der Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments mit hauchdünner Mehrheit für die Einführung von Softwarepatenten ausgesprochen.