Siemens wirft die Handy-Sparte aus dem Fenster
Der taiwanesische Consumer-Electronics-Konzern BenQ übernimmt die defizitäre Handysparte von Siemens. Siemens steigt damit komplett aus dem Handygeschäft aus und zahlt BenQ sogar noch ein paar hundert Millionen Euro drauf: Die Transaktion führe zu einer Ergebnisbelastung von rund 350 Millionen Euro vor Steuern, so die Pressemitteilung. Neben dem gesamten Siemens-Mobiltelefongeschäft übernimmt BenQ gemäss Pressemitteilung auch mehr als 6000 Siemens-Mitarbeiter weltweit, sowie die entsprechenden Marken- und Namensrechte für einen Zeitraum von fünf Jahren. Siemens hatte mit der Handysparte in den letzten Monaten täglich etwa eine Million Euro Verlust eingefahren und intensiv nach einem Partner gesucht. Siemens werde auch weiterhin seinen Kunden im Telekommunikationsbereich alles aus einer Hand bieten, so die Pressemitteilung. Die Mobiltelefone dazu werden künftig von BenQ stammen. Im Rahmen der Vereinbarung zeichnet der Münchner Elektronikriese für 50 Millionen Euro neue Aktien von BenQ.
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