Singapore im Kampf gegen die Internetsucht
Unter den Kindern in Singapore grassiert die Internetsucht. 1995 wurde die Internetsucht zum ersten mal als Krankheit identifiziert, seither breitet sie sich aus. Während sich damls bloss drei minderjährige Singaporesen wegen Internetsucht an eine Beratungsstelle gewandt haben, sind es heute bereits 80 pro Jahr. Schwersüchtige bleiben bis zu 20 Stunden pro Tag online, mit ähnlich schwerwiegenden Folgen wie andere Süchte: Nachlassen der Schul- oder Arbeitsleistung, Vernachlässigung von Hobbies und Offline-Beziehungen sowie Änderung der Schlafgewohnheiten. Internetsüchtige werden verfolgt von obsessiven Gedanken an den nächsten Surf und sind, wenn einmal online, unfähig die Verbindung zum Internet zu kappen. Laut Studien des seit 1995 bestehenden Center for Online Addiction (COLA) zeigen etwa sechs Prozent der erwachsenen Surfer Symptome der Sucht. Unterschieden werden inzwischen drei Grundformen: die Sucht nach Cybersex-, pornographie; Glücksspielen am Netz; Videospielen und dem obsessiven Surfen und Datensammeln.
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