SMS-Versender sollen mehr zahlen

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Grosse Aufregung und Entrüstung hervorgerufen hat in Deutschland das Vorhaben von T-Mobile, der Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, die Preise für den Versand von Kurzmitteilungen (SMS) markant zu erhöhen. Nun weicht Telekom dem Sturm der Entrüstung einen Schritt breit: Zwar sollen die alten Tarife beibehalten werden, wie Telekom-Chef Ron Sommer heute der deutschen Zeitung Bild eröffnete, doch die neuen, teureren Preise würden dennoch eingeführt. Künftig wird der Kunde aus mehreren Preisplänen auswählen können und dabei mal einen teureren SMS-Preis oder höhere Abonnementskosten hin nehmen müssen. Nach altem Tarif kostet eine Kurzmitteilung 8 Cent, in den neuen Angeboten schlägt er mit 19 Cent zu Buche. Letzteren Preis wollte T-Mobile zuerst allen Neuabonnenten aufzwingen. Dagegen gewehrt hat sich auch die grüne Verbraucherschutzministerin Renate Künast. Die meisten anderen Mobilfunkanbieter hatten sich vorerst negativ zu Preiserhöhungen von SMS geäussert. Die Verbraucherschutzzentrale Baden-Württemberg verlangte gar, die Preise zu senken. Die Kosten einer Kurzmitteilung beliefen sich nach Angaben der Zentrale auf höchstens zwei Cent.