Social-Media-Überwachung nimmt zu
Marktforscher Gartner erwartet eine Zunahme bei der Social-Media-Überwachung aufgrund Sicherheitsbedenken. Die Überwachung der Mitarbeiter führt allerdings zu ethischen und legalen Problemen.
Das Verhalten von Mitarbeitern in digitalen Umgebungen wird zukünftig immer stärker überwacht. Das Marktforschungsunternehmen Gartner erwartet bis 2015 die Implementierung entsprechender Programme zur Überwachung bei 60 Prozent aller Firmen. Heute seien es weniger als zehn Prozent, die solche Überwachungstechniken benutzen.
Beliebtheit von Social Media und Cloud-Diensten
Mitarbeiter, die legitimen Zugang zu heiklen Unternehmensinformationen haben, seien für die meisten Fälle von Sicherheitsverstössen verantwortlich. Die steigenden Beliebtheit von Social Media- und Cloud-Diensten, die immer öfters auch während der Arbeitszeit besucht werden können, stellt die IT-Security vor neue Probleme.
Laut Gartner konzentrierten sich Sicherheitsbemühungen in der IT traditionell vor allem auf das Überwachen von internen Strukturen. Diese traditionelle Herangehensweise stösst zunehmend an Grenzen. Das führt dazu, dass bereits jetzt Produkte und Services angeboten werden, die das Überwachen von Social Media-Diensten ermöglichen.
Mit der Überwachung von Online-Akvitäten der Mitarbeiter könnten neue Risiken, die die IT einer Organisation bedrohen, möglichst rasch identifiziert werden. Darunter fallen einerseits physische Bedrohungen, wie beispielsweise durch zivile Unruhen oder Demonstrationen, aber auch direkte Attacken von Hacktivisten. Je früher eine Bedrohung entdeckt wird, desto schneller kann die Sicherheitsstruktur durch die IT angepasst werden.
Ethische und legale Risiken
Das Marktforschungsunternehmen erwähnt allerdings auch die Probleme, die das Überwachen der Mitarbeiter auf diesen Kanälen mit sich bringt. Einerseits produzieren Services und Produkte, die eine solche Überwachung automatisiert ermöglichen, eine Unmenge an irrelevanten Daten, die mühsam gesichtet werden müssen. Eine Überwachung durch Sicherheitspersonal kann zu führen, dass persönliche Informationen aufgedeckt werden oder zum Ziel voyeuristischen Verhaltens werden.
Bei der verstärkten Durchsicht von persönlichen Daten müssen auch zu ethischen Problemen in Betracht gezogen werden. So kann der Zugriff auf persönliche Daten Arbeitgeber dafür anfällig machen, beispielsweise ein Facebookprofil nach der religiösen oder sexuellen Einstellung zu durchsuchen. In einigen Ländern ist zudem aufgrund der Rechtslage eine Durchsuchung der privaten Daten legal gar nicht möglich.
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