SOPA: Widerstand wächst, doch das reicht nicht
Der Widerstand gegen SOPA und PIPA wächst. Das Interesse am Schutz von Urheberrechten besteht jedoch weiter.
Der SOPA-Blackout Day hat anscheinend eine gewisse Wirkung gezeigt: Der Widerstand im US-Senat gegen die geplanten Gesetze SOPA und PIPA scheint zu wachsen, wie verschiedene Online-Medien berichten. Denis Simonet, Präsident der Piratenpartei Schweiz, glaubt aber nicht daran, dass der Gesetzesentwurf beziehungsweise das Thema an und für sich damit vom Tisch sind. Die Piratenpartei hatte sich am Mittwoch ebenfalls am SOPA-Blackout beteiligt. "In den USA agieren sie um einiges aggressiver als hier bei uns", argumentiert er. Daher werde die Sache sicher nicht so schnell begraben werden – wenn überhaupt.
Mit seiner Einschätzung könnte Simonet recht haben. So berichtet beispielsweise Standard.at, dass der Kongress so oder so etwas gegen die Geschäftemacherei mit urheberrechtlich geschützten Inhalten unternehmen werde. Lobbyisten der Unterhaltungsindustrie hätten vorgeschlagen, dass Finanzdienstleister wie Visa die Geschäfte mit Seiten einstellen müssten, wenn diese verdächtigt seien, das Urheberrecht zu verletzen. Ausserdem machten sie laut dem Standard den Vorschlag, dass verdächtige Seiten aus dem Internet "verschwinden" sollten, indem es Suchmaschinen verboten werde, sie zu finden.
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